30:0! Jungfüchse stürmen in die Schüler-Bundesliga

Das U-16-Team des EV Duisburg ließ FASS Berlin beim 30:0 in Wesel keine Chance. Knapp 200 Füchse-Fans feuerten die Schüler-Mannschaft an.

So sehen Aufsteiger aus: Die EVD-Schüler spielen künftig in der Bundesliga. Für das Jubelfoto holten die Jungfüchse auch ihren verletzten Teamkameraden Julian Stahlhut (vorne links) aufs Eis.

Dass die Jungfüchse dieses Spiel gewinnen würden, stand bereits nach wenigen Minuten fest. Doch den Spaß am Toreschießen haben die Eishockey-Schüler des EV Duisburg während der gesamten 60 Minuten nicht verloren. Denn knapp 200 Füchse-Fans hatten das Team nach Wesel begleitet, um das Team von Trainer und Jungfüchse-Sportchef Dirk Schmitz auf dem Weg nach oben zu begleiten.

Als die letzten Sekunden herunterliefen, sangen die Fans schon: „Bundesliga, Duisburg ist dabei!“ Und das Strahlen in den Gesichtern der U-16-Spieler wurde immer größer. Zwei Sekunden vor Schluss stand dann auch der 30:0 (9:0, 8:0, 13:0)-Kantersieg gegen FASS Berlin fest. Auch Reemt Pyka, Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft und Füchse-Chef Sebastian Uckermann sowie die EVD-Legendenspieler Frank Pribil und Ron Noack waren unter den Zuschauern.
Geteilter Shutout für Bastian Herres und David Michel

„Ich kann den DEB ja verstehen, dass er eine Aufstiegsrunde ansetzt, wenn es drei Bewerbungen für die Schüler-Bundesliga gibt“, sagte Dirk Schmitz. „Aber sportlich erschließt sich mir der Sinn dieser Runde nicht.“ Immerhin: Die Berliner Jungs haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles gegeben und bis zum Ende fair gekämpft. Die Überlegenheit der Jungfüchse war einfach zu riesig. Den Shutout teilten sich die Torhüter Bastian Herres und David Michel – Letzterer war trotz eines ruhigen Sonntagmorgens zur Stelle, als Berlin seine einzige Chance hatte, die er mit einer schönen Schlägerparade vereitelte.

Und wieder drin! Das letzte Aufstiegsspiel gegen FASS Berlin fiel deutlich aus.

Bereits in der Regionalliga West hatten sich die EVD-Schüler den Titel mit nur einem Remis und einer Niederlage souverän gesichert. In der Aufstiegsrunde setzte sich das Team sicher gegen die Löwen Frankfurt und FASS Berlin durch – und absolvierte „zwischendurch“ noch eine erfolgreiche New-York-Reise mit drei Spielen. „Ich kann mich nur bei Fabian Schwarze als Co-Trainer, Dimitri Tsvetkov, der uns ebenfalls unterstützt hat, bei Betreuern, Orga-Team und Eltern bedanken“, sagte Schmitz. „Und bei Kenston Sport. Denn die Zusammenarbeit war vorbildlich. Wir haben alle Eiszeiten bekommen, die wir brauchen. Ohne eine solche Kooperation wäre der Erfolg nie möglich gewesen.“
„In dieser Mannschaft steckt eine Menge Potenzial“

Wenn der Modus beibehalten wird, spielt die Schüler-Bundesliga in vier Gruppen – jeweils eine obere und untere Leistungsgruppe im Norden und Süden. Die Teams der unteren Runde haben aber die Möglichkeit, sich über „Quali“ und Pre-Play-offs für die Endrunde zu qualifizieren. „Wir freuen uns riesig auf die neue Aufgabe. Mal schauen, wohin der Weg uns führt. Aber in dieser Mannschaft steckt eine Menge Potenzial“, lobt Schmitz.

EV Duisburg –
FASS Berlin 30:0

Drittel: 9:0, 8:0, 13:0
Tore: Kai Göbels (5), Jonas Herz, Maximilian van de Sandt (je 4), Justin Bayer, Tom Orth (je 3), Jan Holland, Lennart Schmitz, Ares Avgerinos (je 2), Lias Töbel, Jan Noreiks, Jan Müller, Richard Junemann, Vincent Robach.

Friedhelm Thelen
Pressesprecher
Quelle: WAZ