Tipps vom Bundestrainer

U-20-Coach Künast ist für den EVD zuständig. Er sieht eine gute Entwicklung, mahnt aber Verbesserungen an.

U-20-Bundestrainer Christian Künast stand mit den Jungfüchsen in Duisburg auf dem Eis Foto: Fabian Strauch

U-20-Bundestrainer Christian Künast stand mit den Jungfüchsen in Duisburg auf dem Eis Foto: Fabian Strauch

Christian Künast hatte einen weiten Weg hinter sich. „Ich wohne in Landshut“, berichtet der U-20-Bundestrainer des Deutschen Eishockey-Bundes. Und dennoch führte ihn die Arbeit ins Ruhrgebiet. Am Donnerstag stand der 44-Jährige mit den Jungfüchsen in Duisburg auf dem Eis. Danach ging es noch nach Herne und Essen. Zwischendurch hat sich der frühere Torhüter noch zwei Spiele in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) angesehen. Zudem stand ein DEB-U-14-Lehrgang an, an dem auch vier EVD-Spieler teilgenommen haben.

Der Hintergrund: Seit dieser Saison haben die Bundestrainer die Aufgabe, die Clubs des DEB zu betreuen. Künast ist für die drei Teams aus dem Ruhrpott zuständig, außerdem für Landshut, Deggendorf, Preussen sowie FASS Berlin. „Ich besuche die Clubs mehrmals in der Saison“, berichtet Künast. „Beim ersten Besuch schaue ich mir erst einmal alles an“, so der Bundestrainer. Nun stand er mit mehreren Duisburger Nachwuchsteams auf dem Eis. „Ich schaue mir die Jungs an, aber auch wie die Trainer arbeiten, gebe Feedback und sage, was gut läuft und was ich vielleicht anders machen würde. Wichtig ist ein altersgerechtes Training. Wenn ich das nächste Mal in Duisburg bin, werde ich anbieten, zum Beispiel eine Einheit der Schüler-Mannschaft zu leiten, damit die Coaches sehen, wie ich das machen würde.“ Mit den Trainern in Duisburg ist Künast zufrieden. „Ich habe den Eindruck, dass Dirk Schmitz als Sportchef der Jungfüchse einen sehr guten Job macht.“ Seit Schmitz, aber auch Dimitry Tsvetkov an der Wedau tätig sind, entwickelt sich der Nachwuchs bemerkenswert gut. „Für das Fünf-Sterne-Programm des DEB muss dennoch noch einiges getan werden“, betont Künast. „Dafür muss aber auch die GmbH helfen. Da müssen alle an einem Strang ziehen.“ Was Künast meint: „Während der Oberliga-Spiele muss beispielsweise auf der Anzeigetafel für die Laufschule geworben werden, Flyer sollten gedruckt werden. Aber das A und O sind viele Eiszeiten. Der erste Stern befasst sich mit der Rekrutierung von U-8- und U-10-Spielern. Um die Kinder, die nicht zum Fußball gehen, kämpfen viele Sportarten“, mahnt Künast. Und nur nach diesem „Stern“ kann ein Verein die übrigen vier erwerben. Gelingt dies nicht, werden im Aufstiegsfall hohe Ausgleichszahlungen fällig.

Dirk Schmitz sagt: „Die Arbeit mit Christian Künast ist sehr harmonisch. Wir bekommen Einblicke und Tipps, was wir besser machen können. Wir haben hier in Duisburg die Chance, den Nachwuchs richtig nach vorne zu bringen.“

 

Quelle: http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/duisburg/tipps-vom-bundestrainer-id11221619.html

Friedhelm Thelen