Das hatte mit Eishockey nichts zu tun

Troisdorf – Duisburg 3:0 (0:0/2:0/1:0)

Eigentlich sollte am vergangenen Sonntag das Kellerduell im Eishockey, der bisher mit 0 Punkten am Tabellenende stehenden Schülerteams aus Troisdorf und Duisburg, stattfinden, doch hatten sich die Gastgeber aus dem Kölner Raum wohl in der Sportart geirrt. Mit Eishockey hatte das, was Troisdorf machte wenig zu tun. Es glich eher einer Kampfsportart, da die Hausherren jeden Zweikampf oder Check zu nutzen versuchte, um den Gästespieler zu verletzen. Anders ist es nicht zu erklären, warum die Troisdorfer Spieler bei jedem Check, kurz vor Körperkontakt, den Ellbogen nach oben zogen und gezielt Richtung Kopf und Nacken eine Verletzung des Duisburgers in Kauf nahmen. Das Schülerteam der Jungfüchse trat ohnehin schon nur mit einem Mini Kader von 10 Feldspielern und 2 Torhütern an und musste in einem bis zur 17. Minute ausgeglichenen Spiel mit ansehen, wie Lara Friedrich, nach einem üblen Bandencheck, mit der Trage vom Eis gefahren und umgehend ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Troisdorfer Spieler wurde zwar vom Schiedsrichtergespann duschen geschickt, doch der Schock im Team der Jungfüchse war bis auf die Ränge spürbar. Mit 0:0 ging es dann auch in die erste Drittelpause, in der EVD Coach Didi Mai seine Mannschaft darauf beschwor Ruhe zu bewahren, fair zu bleiben und sich von den Provokationen des Gegners nicht einschüchtern zu lassen.

Auch im zweiten Drittel änderte die Heimmannschaft ihre rüde Spielweise nicht. Immer wieder gab es versteckte und unfaire Fouls, die auf Duisburger Seite zu mehreren Blessuren einzelner Spieler führten und nicht immer vom Schiedsrichter geahndet wurden. In der 26. Minute sollte dann auch mal was sportliches passieren und Troisdorf ging mit 1:0 in Führung. Die Duisburger bissen auf die Zähne und hielten nun auch körperlich mehr dagegen, was zur Folge hatte, das nun auch der ein oder andere Jungfuchs auf der Strafbank landete. Trotz einiger guter Einschussmöglichkeiten der Füchse waren es in der 33. Minute wieder die Hausherren, die auf 2:0 erhöhten. Anstatt mit dieser Führung im Rücken nun etwas Aggressionen aus dem Spiel zu nehmen, machten die Gastgeber weiter wie bisher. Weitere Tore fielen in diesem Drittel nicht mehr.

Der Bully zum letzten Drittel wurde eingeworfen und die Jungfüchse wollten sich mit der Niederlage noch nicht abfinden. Duisburg drängte nun auf den Anschlusstreffer. Doch anstatt für die Mühen belohnt zu werden, fing man sich in der 44. Minute nach einem Konter der Hausherren das dritte Gegentor. Nun ließen beim angeschlagenen Duisburger Kader auch die Kräfte nach. Tore sollten nun auch keine mehr fallen, doch obwohl der Sieger 3 Minuten vor dem Ende bereits feststand, wollten einige Troisdorfer Spieler wohl noch einmal zeigen das es ihnen nicht nur um den Sieg ging. Nach einem Bully fingen sie eine Schlägerei an, wobei man es regelrecht auf den Duisburger Kapitän Jonas Klimmasch abgesehen hatte. Die Duisburger Mitspieler eilten ihrem Spielführer zur Hilfe und es hagelte auf beiden Seiten noch einmal Strafzeiten.

Die Verabschiedung nach dem Spiel wurde aus Sicherheitsgründen nur durch ein Schlägerheben an den jeweiligen blauen Linien durchgeführt.

Bleibt zu hoffen, das am kommenden Sonntag im Rückspiel in Duisburg, das Eishockey wieder als Sportart gewinnt.

Tor EVD: keine

Strafen:

Troisdorf: 39 Minuten + 60 Minuten (3 Spieldauer)

EVD: 17 Minuten + 20 Minuten (1 Spieldauer)